Starten des Publishers über die Kommandozeile
Der speedata Publisher wird über die Kommandozeile (auch: Terminal, Befehlsfenster) gestartet. Einerseits gibt es Befehle, anderseits lassen sich die Befehle über Parameter steuern.
$ sp <Befehl> <Parameter> <Parameter> ...Der Standardbefehl ist run. So ist der Aufruf von
$ spdasselbe wie
$ sp runNeben dem Befehl run gibt es noch weitere Befehle (s.u.).
Mit
$ sp --helpkann man sich eine Liste der erlaubten Befehle und Parameter ausgeben lassen.
Erklärung der Befehle
cleanLöscht alle generierten Zwischendateien und behält die PDF-Datei.
clearcacheLöscht den Bildcache.
docÖffnet das Referenzhandbuch im Browser (lokale HTML-Dateien).
list-fontsListet alle Schriftdateien auf, die in den Publisher-Verzeichnissen gefunden werden. Zusammen mit
--xmlerlaubt dieses Kommando die Ausgabe per Copy&Paste in das Layoutregelwerk zu übernehmen. Siehe Einbinden von Schriftarten.new [VERZEICHNIS]Erstellt ein einfaches Gerüst (
layout.xmlunddata.xml) für einen Publishing-Lauf im aktuellen Verzeichnis, sofern kein anderes angegeben ist.runStartet den Publisher Lauf. Das ist die Voreinstellung, so dass das Kommando
spreicht, um den Publikationsprozess zu starten.serverStartet im Servermodus. Siehe den Abschnitt Servermodus.
watchStartet den internen Hotfolder. Siehe Starten des Publishers über den Hotfolder.
Erklärung der Kommandozeilenparameter
--address=IPADDRESSAdresse des Servers für den Servermodus. Voreingestellt ist 127.0.0.1
--autoopenÖffnet die PDF-Datei nach dem Publisher-Durchlauf. Kann auch in der Konfigurationsdatei eingestellt werden.
--cache=METHODCaching-Strategie für http(s) Bilddateien. Entweder
fast, dann wird nur geschaut, ob die Bilddatei im Dateisystem vorhanden ist oderoptimal(Voreinstellung), dann wird bei jedem Zugriff auf das Bild geprüft, ob das Bild aktualisiert werden muss. Beinonewerden die Bilder immer herunter geladen.-c, --config=NAMELiest die angegebene Konfigurationsdatei ein. Voreinstllung ist
publisher.cfg.--creditsZeigt credits an und beendet das Programm.
--[no]-cutmarksZeigt die Schnittmarken an. Einstellbar im Layout (Befehl Options).
--data=NAMEGibt den Namen der XML-Daten an. Voreinstellung ist
data.xml. Wird als Dateiname ein Strich (-) angegeben, liest der Publisher die XML-Daten aus der Standard-Eingabe (STDIN). Es kann auch eine externe Ressource angegeben werden (http://).--dummyFührt nur das Layoutregelwerk aus. Als Dateninhalt wird
<data />angenommen. Dient zum schnellen Testen von Layoutregelwerken.-x,--extra-dir=DIRBindet zusätzliche Verzeichnisse in den Publisherlauf ein. In diesen Verzeichnissen werden alle Daten gesucht: Bilddaten, Layoutregelwerke, Datendateien und Schriftdateien. Dieses Argument kann mehrfach angegeben werden und per Konfigurationsdatei mit Werten vorbelegt werden. Mehrere Verzeichnisse können auch in einem Parameter und mit den systemweiten Trenner (Semikolon für Windows und Doppelpunkt für alle anderen Betriebssysteme) getrennt angegeben werden.
--extra-xml=NAMEDiese Datei den Layoutanweisungen hinzufügen. Ähnlich wie das Einbinden einer Datei über xinclude. Mehrere Dateien werden mit Komma separiert.
--filter=FILTERFührt die angegebene Lua-Datei aus. Siehe Kapitel Lua-Filter / Datenvorverarbeitung.
--gridZeichnet das Raster. Mit
--no-gridwird es ausgeschaltet. Konfigurierbar auch im Layout über den Befehl<Trace>.--ignore-caseIgnoriere die Groß- und Kleinschreibung für Dateizugriff.
--imagecache=PATHSetzt das Verzeichnis für den Bildzwischenspeicher (image cache). Das Verzeichnis wird bei Bedarf erstellt.
--inkscape=PATHSet the path to the inkscape program.
--layout=NAMEGibt den Namen des Layoutregelwerks an. Voreinstellung ist
layout.xml. Es kann auch eine externe Ressource angegeben werden (http://).--[no]-localDas aktuelle Verzeichnis wird (nicht) rekursiv dem Suchpfad hinzugefügt. Voreingestellt ist, dass das aktuelle Verzeichnis und seine Unterverzeichnisse beachtet werden.
--jobname=NAMEBestimmt den Ausgabenamen. Voreinstellung ist
publisher.--mainlanguage=NAMEBestimmt die Hauptsprache des Dokuments für die Silbentrennung. Mögliche Werte sind:
af,as,bg,ca,cs,cy,da,de,el,en,en_GB,en_US,eo,es,et,eu,fi,fr,ga,gl,gu,hi,hr,hu,hy,ia,id,is,it,ku,kn,la,lo,lt,ml,lv,ml,mn,mr,nb,nl,nn,or,pa,pl,pt,ro,ru,sa,sk,sl,sr,sv,ta,te,tk,tr,ukundzh. Siehe Codeliste der Sprachen.--mode=NAME[,NAME...]Setzt einen Modus für die Verabeitung. Kann im Layout mit
sd:mode()abgefragt werden. Mehrere Modi werden durch Komma getrennt angegeben.--outputdir=VERZEICHNISDie resultierende PDF-Datei und Protokolldatei wird in das angegebene Verzeichnis kopiert. Das Verzeichnis wird erstellt, falls es noch nicht existiert.
--port=PORTPortnummer für den Servermodus. Voreinstellung ist 5266.
--prepend-xml=NAMEDiese Datei vor der Layout-XML einfügen.
--quietUnterdrückt alle Ausgaben des Publishers.
--runs = NUMÜberschreibt die Anzahl der Durchläufe des Publishers.
--startpage = NUMDie Seitennummer der ersten Seite.
--show-gridallocationMarkiert die belegten Rasterzellen in Gelb. Doppelt belegte Zellen werden rot gekennzeichnet. Siehe den Befehl
<Trace>.--systemfontsLädt zusätzlich Systemschriftarten. Funktioniert nicht unter Windows XP.
--tempdirBenutze dieses Verzeichnis anstelle des Systemverzeichnisses für temporäre Dateien.
--timeout=SECBeendet den Lauf nach SEC Sekunden mit Statuscode 1, sofern er nicht vorher fertig ist.
--traceGibt zusätzliche Ausgaben auf der Standardausgabe aus.
-v,--var=valueÜbergibt zusätzliche Variablen an den Publisher-Lauf. Diese können wie üblich mit
select="$variable"benutzt werden. Beispiel:sp --var myvar=hellosetzt$myvaraufhello.--varsfile=NAMELiest eine Datei ein, in der in jeder Zeile in der Form
variable=wertVariablen definiert werden.--verboseGibt mehr Informationen aus, also notwendig.
--wd=DIRWechselt in das angegebene Verzeichnis. Verhält sich genau so, als ob man vorher mit cd in dieses Verzeichnis gewechselt hat.
--xmlDie Ausgabe des Befehls
list-fontswerden als (Pseudo-)XML dargestellt, um sie in das Layoutregelwerk zu übernehmen.